Der Bächel - ein äusserst abwechslungsreiches Täli

Der Bächel an der Ostflanke des Böhlers zwischen Oberem Schänisholz und Böhlerhölzli umfasst Wiesen, Weiden, Hecken, Gehölze und Gewässer, sowie den Quellbereich des Talbächlis mit dem Durnigbächli, dem Spatzhofbächli und dem Silberquell.

Entstanden ist diese Kulturlandschaft durch das Roden der Talbauern in die Höhenwälder im 11. - 14. Jahrhundert. Die Aussenhöfe entstanden im 17. und 18. Jahrhundert. Der Bächelhof lag damals noch direkt am Hollenweg, einer historischen Verbindung von Kulm nach Rued.

Hollenweg

Hollenweg

Zauneidechse

Zauneidechse

In den letzten dreissig Jahren wurde die landwirtschaftliche Nutzung wieder extensiviert und der Bächel 2003 sanft renaturiert; seither holt er sich sein Täli allmählich zurück.

Verschiedene Tierarten profitieren von der extensiven Bewirtschaftung und den vielfältigen Landschaftsstrukturen.  

In den Dornenhecken brütet der Neuntöter. Die strukturreichen Böschungen bieten Zauneidechsen und Blindschleichen, sowie den sehr seltenen Glühwürmchen einen wertvollen Lebensraum.

Auch  viele Schmetterlinge, Wildbienen und Heuschrecken können im Gebiet beobachtet werden.

Die Pflege umfasst das periodische Auslichten und Auszäunen der Uferschutzstreifen, eine selektive Pflege der artenreichen Hecken und ihrer Säume und den Schutz einzelner Bäume. Mit einer extensiven Mäh- und Weidewirtschaft, mit der Schaffung von Kleinstrukturen, einer Aufwertung der Waldränder und selektivem Zurückdrängen von Problempflanzen wird die Vernetzung mit den umliegenden Gebieten gefördert.

Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter.jpg

Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter

Acker-Gauchheil

Acker-Gauchheil

Gemeine Sichelschrecke

Gemeine Sichelschrecke