Die schillernden Flugkünstler lockten zahlreiche Interessierte
- Marco Stadler
- vor 6 Tagen
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Der diesjährige Familientag des Natur- und Vogelschutzvereins Unterkulm stand ganz im Zeichen der Libellen. Passend zum Anlass war es hochsommerlich heiss und die Sonne strahlte um die Wette, so wie es den faszinierenden Luftakrobaten gefällt. Treffpunkt des Anlasses war der Bahnhof Teufenthal. Von dort dislozierte eine grosse Schar Interessierte, angeführt von einem schön gestalteten Plakat, zum Circolo hinter dem Tennisplatz.

Gross und klein wurden herzlich begrüsst und in vier Gruppen eingeteilt. Und schon ging es los zu den einzelnen Posten!
Am Kreativposten wurden für die vielen Kinder Anhänger mit einer prächtigen Libelle als Verzierung gebastelt. Im Verlaufe des Nachmittags konnten die Kinder dann an den andern Posten Karten mit Bildern und Beschreibungen der häufigsten Libellen sammeln. Auch eine herzige Geschichte zur Königslibelle durfte nicht fehlen.

Am nächsten Posten wartete schon das Modell einer Libelle, mit dem die spannende Jagdtechnik demonstriert wurde. Libellen sind richtige Flugkünstler und mit ihren Komplexaugen erspähen sie Mücken und Fliegen mühelos. Im Flug stürzen sie sich auf die Beute und halten sie mit ihren sechs behaarten Beinen fest. Am Wiesenbächlein konnten auch gleich mehrere Arten beobachtet werden. Die grossen schwarz-gelben Zweigestreiften Quelljungfern waren sehr aktiv und auch der seltene Kleine Blaupfeil sowie Blaue Federlibellen flogen eifrig hin und her.


Der folgende Posten befand sich an der Wyna, wo vor allem die flatterhaften Gebänderten Prachtlibellen zahlreich vertreten waren. Die Teilnehmer konnten die vorgestellten Arten anhand von Bildern in Gross- und Kleinlibellen unterteilen und der einzigartige, seit 150 Millionen Jahren unveränderte, Körperbau war Thema.

Der vierte Posten erklärte die Lebensweise vom abgelegten Ei über das Leben als Larve im Wasser bis zur kurzen Flugzeit, die nur der Paarung und Fortpflanzung dient. Wenn Libellenlarven das Wasser verlassen, krallen sie sich an Pflanzenstängeln fest. Dann wird die Hülle der Larve gesprengt, woraus die fertig entwickelte Libelle schlüpft. Verschiedene solcher leeren Hüllen konnten in die Hand genommen oder in den Teichen gesucht werden. In diesem vielfältigen Lebensraum sah man Feuerlibellen, Königslibellen, Blaupfeile und mehrere Kleinlibellenarten.


Die Zeit verging wie im Flug, und es hätte noch viel zu erzählen gegeben. Aber nach zwei Stunden Libellenkunde schwanden die Kräfte und es wurde Zeit, den Schatten aufzusuchen, denn ein feiner Apéro wartete schon. Im Circolo waren leckere Antipasti vorbereitet worden, genau das richtige, um zu neuen Kräften zu kommen.

Der NVVU bedankt sich herzlich bei allen Landbesitzern, die ihre Grundstücke für den Familientag zur Verfügung stellten. Die Organisatoren hat sehr gefreut, dass sich der Aufwand auszahlte. Die vielen TeilnehmerInnen über alle Generationen hinweg machten mit ihrem grossen Interesse den Familientag zu einem tollen Erlebnis.

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