Naturnaher Garten – Wie packe ich es an?

Aktualisiert: 25. Apr.

In einem Vortrag von Claudia Ebling, Fachfrau für naturnahen Garten- und Landschaftsbau, erhielt eine beachtliche Anzahl Interessierter hervorragende Tipps, wie ein an die Natur angepasster Garten gestaltet werden kann.

Gleich zu Beginn erklärte Frau Ebling, was sie unter einem naturnahen Garten versteht: Unordnung, Unkraut und Ungeziefer sollen Platz haben!

Mit Unordnung meint sie Kleinstrukturen wie (Ast-)Haufen, Steinmauern, Hecken, Wildsträucher und künstliche Nisthilfen, die Wildtieren als Unterschlupf dienen.

Gut geschichteter Asthaufen als Unterschlupf für viele Tierarten

Unter Unkraut versteht sie einheimische Wildpflanzen, von denen es zirka 2700 Arten gibt. Ihre Blüten produzieren Nektar und Pollen, die Blätter, Beeren und Samen sind Nahrungsquelle für alle möglichen Tierarten. „Unordnung“ und „Unkraut“ bilden die Basis, damit „Ungeziefer“ sich wohlfühlt. Ungeziefer sind aber nicht einfach überflüssige oder gar schädliche Tiere, sondern Insekten, die die Nahrungsgrundlage für alle grösseren Tierarten darstellen.

Der Marienkäfer ist nützlich gegen viele Schädlinge im Garten

Die Pflege des Gartens sollte ebenfalls auf die Bedürfnisse der Pflanzen und Tiere ausgerichtet sein! Motoren und Bläser stören oder gefährden die Tiere, chemische Pflanzenschutzmittel sind tabu, Lichtverschmutzung in der Nacht ist zu vermeiden. Dafür helfen Komposthaufen, Regen-wassersammelstellen und Materialien aus der Region, damit sich Tiere und Pflanzen wohlfühlen. Eine möglichst späte Pflege hilft dem Versamen der Pflanzen und ermöglicht, dass Tiere ein langandauerndes Nahrungsangebot haben. Alle diese Massnahmen fördern die Biodiversität.

Mit tollen Bildern und praktischen Tipps unterstützte Frau Ebling ihren Vortrag, so dass man gleich Lust bekam, im eigenen Garten Hand anzulegen und die eine oder andere Anregung umzusetzen.

Ein naturnaher Garten, Lebensraum und Erholungsraum in einem

Wer sich auch mit dem Gedanken trägt, seinen Garten natürlicher zu gestalten, dem sei das Projekt „Natur findet Stadt“ empfohlen. Einwohnerinnen und Einwohner von Unterkulm können eine Gratisberatung in ihrem Garten anfordern und erhalten konkrete Tipps, wie sie ihren Garten umgestalten können. Nähere Infos finden Sie unter diesem Link.


Homepage von Frau Ebling: Natur im Garten

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